Die richtige Wasserversorgung beim Wandern

Die richtige Wasserversorgung beim Wandern

Früher eine häufige Art des Reisens, heute vorwiegend eine ausdauernde Sportart und beliebte Freizeitbeschäftigung. Wandern ist einer der beliebtesten Ausdauersportarten in Deutschland und ist je nach Wanderroute für die ganze Familie geeignet. Neben n der beleibten Tagestour zählen auch Fernwanderungen, Trekkingtouren, Bergwanderungen, Nordic Walking, Pilgern oder das Geocaching zum Wandern. Für solche Wanderungen gilt es, bestens ausgestattet und vorbereitet zu sein.

Wer zu wenig auf Wanderungen trinkt, der macht schneller schlapp. Nur wie viel sollte ich auf beim Wandern trinken? Wann trinke ich am besten? Wie viel kann ich tragen? Welche Getränke sind am sinnvollsten?

Wie viel Wasser benötige ich beim Wandern?

Um es gleich vorwegzunehmen: Die richtige Wassermenge ist je nach Mensch, körperlicher Anstrengungen und äußerlichen Begebenheiten  sehr unterschiedlich. Um Ihnen einen groben Überblick über den Wasserbedarf zu geben, werden wir Ihnen zwei Beispiele geben:

Ein 80 Kilogramm schwerer Mann hat in etwa einen 2,4 bis 2,9 Liter hohen Wasserbedarf pro Tag. Etwa ein Drittel wird im Laufe des Tages durch feste Nahrung aufgenommen. Der Rest (1,6 bis 1,9 Liter) muss durch Flüssigkeit wieder aufgefüllt werden.

Ein 70 Kilogramm schwere Frau hat in etwa einen 1,75 bis 2,1 Liter hohen Wasserbedarf pro Tag. Etwa ein Drittel wird im Laufe des Tages durch feste Nahrung aufgenommen. Der Rest (1,2 bis 1,4 Liter) muss durch Flüssigkeit wieder aufgefüllt werden.

Diese Werte beziehen sich auf den Wasserbedarf ohne körperliche Anstrengung. Daher sollte die körperliche Anstrengung und die Dauer dieser Anstrengung berücksichtigt werden.

Die zusätzliche Trinkmenge richtet sich nach Schweißverlust

Neben dem Grundverbrauch an Wasser im Körper kommt noch der Wasserverlust durch das Schwitzen hinzu. Dieser muss individuell betrachtet werden – kann aber grob mit einer Richtformel ermittelt werden:

Jede verbrauchte Kilokalorie zieht einen Wasserverlust von etwa 1 Milliliter nach sich

Schwere Wandertouren können bis zu 550 kcal/h verbrennen, was pro Stunde ca. einen halben Liter Wasserzufuhr bedeutet. Die Menge an Schweißverlust beim Wandern ist dementsprechend hoch und sollte nicht vernachlässigt werden und den Hauptanteil ihrer Kalkulation sein.

Die richtige Wassermenge für eine Wanderung berechnen

Falls euch die Berechnung kompliziert sein sollte, haben wir für euch ein kleines Tool bereit gestellt. Mit diesem kleinem Rechner, können Sie einen Richtwert für die richtige Wasserversorgung beim Wandern ermitteln. Bitte beachten Sie, dass wir nur grobe Empfehlungen geben können. Die errechneten Werte sind nur Richtwerte mit denen Sie sich einen Überblick verschaffen können. Jeder Mensch hat seine eigenen Vorlieben.

Die Menge an Flüssigkeit muss nicht im Rucksack transportiert werden. Oft können unterwegs Wasserstellen oder Einkaufsmöglichkeiten liegen, bei denen der Wasserproviant wieder aufgefüllt werden kann. Lesen Sie hierzu auch unseren Artikel: Die richtige Verpflegung beim Wandern.

Welche Getränke eignen sich beim Wandern?

Flüssigkeit hat auf einer Wandertour höchste Priorität. Wenn die Kraftausübung groß ist und man viel schwitzt, reicht Wasser oft nicht aus, um zusätzliche Kraft zu generieren. Oftmal müssen die Zuckerspeicher wieder aufgeladen werden, um den Kreislauf im Gang zu behalten. Wir empfehlen hier vor allem Fruchtschorlen. Fruchtschorlen sind fruchtig und erfrischend zugleich. In dem richtigem Verhältnis wird die Nährstoffaufnahme in das Blut vereinfacht. Hierzu muss die Fruchtschorle isotonisch sein. Am besten mischt man das Mineralwasser und den Saft in einem Verhältnis von 4:1 – 3:1.

Mineralwasser mit Saft in einem Verhältnis von 4:1 – 3:1 mixen.

Wer nicht unbedingt Kohlensäure mag, kann alternativ gezuckerten Tee auf eine Wandertour mitnehmen. Der Vorteil an dem Tee ist, dass dieser auch während der Tour zubereitet werden kann und die Teebeutel recht leicht zu transportieren sind. Tee liefert einerseits Geschmack und andererseits durch den Zucker zusätzliche Kohlenhydrate, die sowohl für die Leistungsfähigkeit als auch für die Regeneration von Nöten sind.